DJ Freshmoney: "Whammo" (2003) |
Ich weiß nicht viel über DJ Freshmoney und kenne auch nur den Song "Whammo" von ihm, der ist aber toll. DJ Freshmoney lebt in New York, trägt Brille, Schnauzbart und hat eine Glatze. DJ Freshmoney: I've been creating 'soundscapes' since elementary school when I got my first reel-to-reel. Since then I've annoyed hundreds of peole with the tunes I've composed. Der Song "Whammo" ist auf der Compilation "Two Zombies Later (Strange And Unusual Music From The Exotica Mailinglist) Volume 2" zu finden, die 2003 bei Comfort Stand Recordings erschien. Comfort Stand Recordings war ein net label, das von 2003 bis 2005 von Otis Fodder betrieben wurde, einem Musiker aus Montréal, Kanada. Comfort Stand Recordings is a community-driven label where all releases are free with artwork and liner notes featuring recordings that we find interesting, compelling and downright enjoyable. We are not genre-specific and feature a wide range of material, from well-known performers to those loud unknown kids down your block. Comfort Stand Recordings ist noch immer im Netz unter der Adresse www.comfortstand.com verfügbar, das Programm umfasst 65 Alben, 18 Singles und 8 Compilations. Die Alben sind in Kategorien wie Pop Goes The Stand (a sparkle and a dash of music from poppy to rocky to pretty to silly) oder Avant (music on the far flung realms of listening from noise to breaks to sampling to ???) unterteilt. Auch von Otis Fodder kann man bei Comfort Stand Musik finden, z.B. "Three Forks" 2004, eine EP seiner Band The Apartment oder "The Trial Of Florasador Gehrboyzel" 2004, ein Album seiner Band Lullabelle. Auch beim Album "Boom Crash Crash" des Big City Orchestra ist Otis Fodder als Musiker mit dabei. Auf "Two Zombies Later Volume 1" ist Otis Fodder mit dem Song "Brilliant Pillows (Many Moons)" vertreten. Die Exotica Mailing List ist ebenfalls im Netz zu finden, yeah, Exotica is a mailing list for fans and collectors of weird and unusual music from the early LP era forward. The list takes its name from the title of jungle-exotica pioneer Martin Denny's seminal album. Common topics of discussion include artists like Perez Prado, Les Baxter and Yma Sumac, cool record finds, current reissues in the genre and so forth. Das Albumcover von "Two Zombies Later" hat Moritz R. alias Moritz Reichelt von der Band Der Plan gemalt. Bei freemusicarchive.org ist "Two Zombies Later" auch zu finden und noch einiges anderes von Comfort Stand Recordings. "Whammo", yeah! Ich habe gerade das Buch "Die 70er - Der Sound eines Jahrzehnts" von Ernst Hofacker gelesen, es ist 2020 bei Reclam erschienen. Das Porträt einer Zeit, in der noch galt: Sag mir, was du hörst, und ich sag dir, wer du bist! Malcolm McLaren: Als die Siebzigerjahre begannen, lautete die Philosophie, dass man nichts auf die Beine stellen könne, ohne eine Menge Geld zu haben. Ich glaube, das war die Ursache für die ganze Wut - einfach die Wut auf Geld, darauf, dass die Kultur kommerzialisiert worden war, dass sie nicht mehr uns gehörte und alle verzweifelt versuchten, sie zurückzukriegen. Dies war eine Generation, die genau das versuchte. Fab 5 Freddy alias Frederick Brathwaite: Es war verdammt weit weg von dem, wovon ein Ghetto-Kid auf der Straße auch nur im Entferntesten hoffen konnte, es einmal zu erreichen oder ein Teil davon zu werden. All dieser Glitterkram, die Flashlights der Disco, das war etwas, wogegen Hip-Hop rebellierte. Yeah, HipHop war der Punk aus der Bronx, Glam und Disco der Punk der Queerpeople, verkauft wurde alles bald wie die warmen Semmeln, aber ganz in den Griff wird man die Poprevolte nie kriegen. So, lassen wir Ralf Hütter von der Band Kraftwerk das Schlusswort sprechen, die ja auch ein wichtiger Teil der 70er Jahre war, zwar keine Kids von der Straße, aber durchaus wesentlich für eine Art der Poprevolte: Mein erster Mini-Moog hat wirklich genauso viel gekostet wie mein grauer VW Käfer damals. 5.500,- DM. Ich habe die Rechnung noch. Der Synthesizer war für mich aber viel wertvoller als das Auto. Mit dem Auto konnte ich in der Gegend herumfahren, aber mit dem Synthesizer konnte ich mir die ganze Welt erschließen. Auch Disco begriff sich anfangs als Underground, yeah, deshalb lassen wir jetzt auch noch den DJ Nicky Siano zu Wort kommen: Ich stand auf Underground-Musik, und das Studio war alles andere als Underground. Es war die Disco-Ära, Mann, und sie wollten eine glatte, endlose Nacht. Alles passte, alles war clean, alles hightech, und das hat es, verdammt noch mal, ruiniert. Mit Studio, meint Nicky Siano kein Tonstudio, sondern den New Yorker Nachtclub Studio 54. Ich war Ende der 70er Jahre Punk, doch begeisterten mich auch Discosongs wie "Le Freak" von Chic oder "You Make Me Feel (Mighty Real)" von Sylvester, es gab einfach eine Menge toller Discomusik, glaubt mir. 29.06.2026 |