Sen Dog: "The Wonton Song (Reconstruction Remix)" (2004) |
Sen Dog wurde 1965 in Havanna, Kuba als Senen Reyes geboren. Als er 6 Jahre alt war, zog seine Familie in die USA, wo er in der Nähe von Los Angeles aufwuchs. Mitte der 80er Jahre gründete er mit seinem Bruder Mellow Man Ace alias Ulpiano Sergio Reyes, DJ Muggs alias Lawrence Muggerud und B-Real alias Louis Freese die Rap-Group DVX (Devastating Vocal Xcellence). Als sich Mellow Man Ace schließlich für eine Solokarriere entschied, nannten sich die verbliebenen 3 in Cypress Hill um und 1991 erschien bei Ruffhouse Records das gleichnamige Debütalbum. Mit den Songs "The Phuncky Feel One" und "Hand Of The Pump" hatten sie 1991 gleich zwei Rap-Hits in den USA. International erfolgreich wurden Cypress Hill dann 1993 mit dem Song "Insane In The Brain". Zuletzt erschien von Cypress Hill 2026 das Album "Dios Bendiga", seit 1995 gehört auch der Percussionist Eric Bobo alias Eric Correa zur Group. Der Song "The Wonton Song (Reconstruction Remix)" ist auf der 2004 bei X-Ray Records erschienenen Compilation "Cypress Thrill" zu finden. Da sind auch Songs von Mellow Man Ace, V & Legacy und SX-10 drauf. SX-10 wurde 1996 von Sen Dog als Hardcore Band gegründet, die eine Mischung aus HipHop und Punk spielt. SX-10 veröffentlichte 2000 ihr Debütalbum "Mad Dog American" in der Besetzung Sen Dog (Vocals), Andy Zambrano (Guitar), Jeremy Fleener (Guitar), Frank Mercurio (Bass) und Glen Sobel (Drums). Bei Suburban Noize Records veröffentlichte Sen Dog 2008 sein bisher einziges Soloalbum "Diary Of A Mad Dog". Mit seinem Bruder Mellow Man Ace veröffentlichte Sen Dog 2006 bei Latin Thug Records das Album "Ghetto Therapy" unter dem Namen Reyes Brothers und 2017 erschien bei New Damage Records das Album "Powerflo" von Powerflo, das sind Sen Dog (Vocals), Billy Graziadai (Guitar, Vocals), Rogelio Lozano (Guitar), Christian Olde Wolbers (Bass) und Fernando Schaefer (Drums). Ging es mit SX-10 mehr in Richtung Hardcore und Punk, gehts bei Powerflo mehr Richtung Heavy Metal. Yeah! Ich mag Heavy Metal, von Black Sabbath bis Napalm Death, von Motörhead bis Sunn O))), von Slayer bis Betzefer. Yeah. Metal ist ja inzwischen so vielseitig, das man oft nur mehr sehr schwer die Metal-(Ur)-Sprünge erkennen kann. Metal or not Metal, das ist oft die Frage. Motörhead wollte z.B. nie als Metalband bezeichnet werden, sondern als gute, alte Rock'n'Roll-Band. Lemmy: Rock'n'Roll sounded like music from another planet. The first time around, we had people like Elvis, Little Richard, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis - all them people. Ich habe gerade das Buch "Metalmorphosen - Die unwahrscheinlichen Wandlungen des Heavy Metal" von Jörg Scheller gelesen, es ist 2020 beim Franz Steiner Verlag erschienen. Wirklich empfehlen kann ichs nicht mit gutem Gewissen, obwohl auch durchaus interessante Gedanken drinstecken. Jörg Scheller ist sehr um die Mitte bemüht, die dann oft sehr brav und bieder daherspaziert. Mitte ist schon okay, die muss es geben, aber wenn man dann ständig mehr um Abgrenzung gegen alles Nichtmittige, sprich links und rechts davon, bemüht ist, als die unterschiedlichen Inhalte zu thematisieren, gleichzeitig aber immer von der großen Freiheit im Heavy Metal spricht, wirds etwas langweilig. Ja, und was Jörg Scheller im Kapitel "I'll Be Your Sister. Metal und Gender" vorzubringen hat, ist auch nicht gerade viel und überzeugend. Nein, ich glaub nicht, das die Metalszene per se frauenfeindlicher ist als die übrige Popszene, nur weil sie härtere bzw. heavy Musik liebt. Mina Caputo (ehemals Keith Caputo) sagte 2017: Alle haben diese Klischeevorstellung von der Metalszene, aber ich möchte allen beweisen, dass sie sich irren, denn die Metalszene, die Hardcoreszene, die Punkszene haben sich mir gegenüber umwerfend verhalten. Ich finde das toll, obwohl es eigentlich normal sein sollte und gar nicht so besonders toll, aber davon sind wir leider nocht sehr weit entfernt. Okay, auch Jörg Scheller will die Metalszene von klischeehaften Vorstellungen befreien, doch irgendwie gerinnt ihm einiges zu einer großen Klischeevorstellung, mit der die Szene sicherlich auch nicht sehr glücklich ist. Naja, vielleicht sind Szenen ja mit nix und niemand wirklich sehr glücklich, der oder die es wagt darüber zu berichten. Das hat sicherlich durchaus auch seine Berechtigung. Schluss, ich bin müde, gelesen habe ich die Metalmorphosen trotzallem mit viel Interesse, yeah, beim Lesen geht nie Zeit verloren. 27.09.2026 |