Sonia Dada: "Jungle Song" (1992)


I want to live in the jungle / You don't got to wear no clothes / And they got no boutiques / Nothing chic / In the jungle / They don't have no discos. Rhythm'n'Blues, yeah. Sonia Dada wurde 1990 von Daniel Pritzker (Guitar), Michael Scott (Vocals), Paris Delane (Vocals) und Sam Hogan (Vocals) in Chicago, Illinois gegründet. Die 4 holten noch Dave Resnik (Guitar), Chris 'Hambone' Cameron (Piano, Organ), Erik Scott (Bass) und Hank Guaglianone (Drums) in die Band und 1992 erschien bei Chameleon Records das gleichnamige Debütalbum. Das Album schaffte es in Australien, Neuseeland und den USA in die Charts und auch die Singles "You Don’t Treat Me No Good" und "You Ain’t Thinkin’ (About Me)" wurden in Australien und Neuseeland zu Top Ten Hits. Die nächsten beiden Alben "A Day At The Beach" 1995 und "My Secretz Life" 1998 erschienen bei Capricorn Records. Nach dem Album "A Day At The Beach" verließ Sam Hogan die Band und die Sängerin Shawn Christopher kam neu dazu. Daniel Pritzker: Sam Hogan has such an amazing and unique vocal quality, that to try to replace that gruffness is impossible. We decided to go in the opposite direction with Shawn. One of the first things she said to me was 'I don't growl'. Shawn has a beautiful and expressive voice. She has been on the road and in the studio with us and it's working out great. Nach diesen beiden Alben unterschrieben Sonia Dada bei Calliope Records, wo noch die beiden Alben "Barefootsoul" 2001 und "Test Pattern" 2004 erschienen. Sonia Dada lösten sich 2005 auf. Daniel Pritzker lebt heute als film director in Kentfield, Kalifornien. Daniel Pritzker musste sich nie um seine Einkünfte Sorgen machen, er stammt aus der berühmten Pritzker Family, die im Forbes Magazine in den Top 10 von Americas Richest Families gelistet ist. Daniel Pritzkers Vermögen betrug 2015 laut Forbes 2,2 Billionen Dollar. Na ja, hoffentlich geht Daniel Pritzker mit seinen Billionen umsichtig um, eigentlich finde ich das ja zum Kotzen, aber hört euch die Musik von Sonia Dada trotzdem an. Daniel Pritzker: Our shows tend to give a focused perspective on the eclectic sounds on our albums. It's high energy - but also pretty dynamic in its range. It all fuses together coherently in the heat and intensity of the live performances. Der "Jungle Song" ist auf dem Debütalbum "Sonia Dada" zu finden.. Habe gerade das Buch "Ich hatte keinen Ort - Tagebücher 1944-1955" von Jonas Mekas gelesen, es ist 2017 bei Spector Books in Dresden erschienen. Jonas Mekas wurde 1922 in Semeniškiai, Litauen geboren, wurde 1944 mit seinem jüngeren Bruder Adolfas von den Nazis inhaftiert und für 8 Monate in ein Arbeitslager in Elmshorn, Deutschland gesperrt. Im Jahr 1949 emigrierte er mit seinem Bruder in die Vereinigten Staaten und ließ sich in New York nieder. Von 1954 bis 1996 gab er dort die mit seinem Bruder gegründete Zeitschrift Film Culture heraus. Mit Shirley Clarke, Stan Brakhage, Gregory Markopoulos etcetera gründete er 1962 die Film-Makers’-Cooperative, einen Zusammenschluss freischaffender Experimentalfilmer*innen. Im Jahr 1964 kam dann die Film-Makers’-Cinematheque dazu und 1970 das Anthology Film Archive, das die weltgrößte Sammlung von Avantgarde-Filmkunst beherbergt. Jonas Mekas drehte eine Menge Filme, sein erster war "Guns Of The Trees" 1962 und sein letzter "Requiem" 2019. Jonas Mekas: Zuerst muss ich sagen, dass ich kein sehr nachdenklicher Mensch bin. Die Leute denken zu viel. Und sie nehmen sich zu ernst. Ich lebe ohne Plan. Mein grösste Entdeckung war zu verstehen, dass ich nichts tun muss: Alles, was ich tun muss, ist zuzulassen, dass die Dinge passieren können... ihnen nicht im Weg stehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich andere Filmemacher oder Künstler beeinflusst habe. Meine Aufgabe war die einer Hebamme, die zerbrechlichen, neugeborenen Wesen hilft, die ersten Schritte in dieser Welt zu überleben. Meine Aufgabe war die eines Beschützers, der hilflose Neugeborene vor den Angriffen des Establishments schützt. Sich selbst ernst zu nehmen, sei es in der Kunst oder im Leben, ist unsinnig. Kunst oder Leben ohne Humor ist nicht lebenswert. Jonas Mekas starb 2019 im Alter von 96 Jahren. Das Österreichische Filmmuseum widmete ihm 2013 eine ausführliche Retrospektive. Okay. I want to ride on a rocket / Shoot me into the stars / I can get real loose / Light the fuse / I'll ride that rocket to Mars.

08.02.2023