Alasdair Roberts: "Join Our Lusty Chorus" (2003) |
Sportsmen, arouse! The morning is clear / The larks are singing all in the air / Thy soaring and sweet refrain / Rings out to fill the air before us / Bring me the fine ale and the cider and the wine / Link arms and join our lusty chorus. Folk Pop, yeah. Alasdair Roberts wurde 1977 irgendwo in Schwaben, Deutschland geboren und wuchs in Kilmahog, Schottland auf. Sein Vater war der schottische Folkmusiker Alan Roberts, seine Mutter Annegret stammt aus Deutschland. Alan Roberts starb 2001 im Alter von 55 Jahren. Mit Dave Elcock und Kenny McBride gründete Alasdair Roberts 1994 die Band Appendix Out, die bei Drag City Records die Alben "The Rye Bears A Poison" 1997, "Daylight Saving" 1999 und "The Night Is Advancing" 2001 veröffentlichte. Kenny McBride war bei den Alben nicht mehr mit dabei, ich glaub er trommelt nur auf der ersten Single "Ice Age / Pissed With You". Egal. Im Jahr 2001 veröffentlichte Alasdair Roberts sein erstes Soloalbum "The Crook Of My Arm", nicht bei Drag City Records, wie alle folgenden, sondern bei Secretly Canadian Records. Der Song "Join Our Lusty Chorus" ist auf seinem zweiten Album "Farewell Sorrow" 2003 zu finden. Unterstützt wurde Alasdair Roberts (Vocals, Guitar, Piano) auf diesem Album von den Musiker*innen Tom Crossley (Piano, Drums, Mandolin, Vocals), Gareth Eggie (Guitar, Melodica, Mandolin, Bass, Vocals), Bill Lowman (Bass, Drums, Glockenspiel, Guitar, Vocals) und Rian Murphy (Drums). Alasdair Roberts hat bisher 10 Soloalben veröffentlicht, zuletzt 2019 bei Drag City "The Fiery Magin". Dazwischen gabs noch Alben in Zusammenarbeit mit der Sängerin Mairi Morrison, dem Dichter Robin Robertson oder dem Elektroniker Amble Skuse. Yeah, und dann gibt es noch Alben mit Bands, bei denen Alasdair Roberts mit dabei war oder ist, z.B. "Nothing We Can Control" 2000 von International Airport, "Amalgamated Sons Of Rest" 2002 von Amalgamated Sons Of Rest, "First Edition" 2011 von The Fruit Tree Foundation, "Wild Hog" 2016 von The Furrow Collective oder "Green Ribbons" 2019 von Green Ribbons. Alles irgendwie zwischen Lo-Fi, Indie und Folk Pop. Alasdair Roberts: I don't follow any particular faith, but faith and religion and the nature and mystery of them are continual sources of fascination for me and that shows up in some of the lyrical content. "Join Our Lusty Chorus" ist ein toller Song, den man sich unbedingt anhören sollte. Hört euch auch gleich den Song "Parallelograms" von Linda Perhacs an, er erschien 1970 auf ihrem Album "Parallelograms" bei Knapp Records, die Musik könnte man als Psychedelic Folk bezeichnen. Die große Karriere blieb aus und Linda Perhacs kehrte zu ihrem Beruf Zahnhygienikerin zurück. Im Jahr 1998 wurde das Album dann vom Label The Wild Places neu aufgelegt und Linda Perhacs entschloss sich, mit über 60 Jahren in die Popwelt zurückzukehren. Seither sind noch die beiden Alben "The Soul Of Natural Things" 2014 und "I'm A Harmony" 2017 erschienen, die sind aber leider nicht so toll. Egal. Der Song "Parallelograms" ist great. So, lassen wir zum Abschluss noch ein bisschen Alasdair Roberts über Musik plaudern: Also, mir geht es nicht darum, etwas zu erhalten, Songs sind keine Museumsstücke, die in Vitrinen ausgestellt werden müssen. So etwas interessiert mich nicht. Es ist vielmehr meine Leidenschaft für diese Songs, die mich dazu bringt, diese vorzutragen. Ich mag es, wenn jemand, der diese Songs nicht kennt, durch meinen Vortrag dazu angeregt wird, sich damit zu beschäftigen. Es ist mir auch lieber, dass ich die Leute für diese Songs interessiere, als dass sich die Leute etwa für mich interessieren würden, weil ich die Songs spiele. Dann fühlte ich mich nämlich, als würde ich einen Narren aus mir machen. Ja, und dann will ich euch noch die Comiczeitschrift SPRING empfehlen, besonders die Nummer 16 zum Thema Sex. Für die Zukunft würde ich mir das Ende des Patriarchats wünschen und die Demontage der zweigeschlechtlichen und heterosexuellen Norm. 12.06.2026 |