Barnacled: "Cloud Pump" (2003)


Barnacled waren in Providence, Rhode Island zuhause und spielten Jazz'n'Punk, yeah. Ich weiß nicht, wann die Band gegründet wurde, zum ersten Mal hörte ich von ihr auf der Site des Free Music Archiv, wo 2001 das Digitalalbum "Live At Hive" online ging. Die Band bestand bei diesem Liveauftritt aus den Musiker*innen Alec K. Redfearn (Accordion), Jason McGill (Alto Saxophone, Sounds), Michael Jeffries (Bass, Baritone Saxophone), Jeff Weeter (Drums), Ann Schattle (French Horn) und Nicotina alias Simone Castaldi (Guitar). Bei Corleone Records erschien dann 2003 das offizielle Debütalbum "6", auf dem auch der Song "Cloud Pump" enthalten ist, und bei White Denim Records die Single "Vulcanizing Society / Samp". Hinter den Drums sass bei diesem Album Matt McLaren und neu dazugekommen war Frank Difficult (Electronics). In dieser Besetzung, verstärkt durch Erica Schattle (Basoon), erschien dann beim legendären Label ESP-Disk 2008 noch das Album "Charles" und danach löste sich die Band anscheinend auf. Alex K. Redfearn ist aktuell mit der Band Alex K. Redfearn & The Eyesores in der Popgeschichte unterwegs, von der zuletzt 2018 bei Cuneiform Records das Album "The Opposite" erschien, bei dieser Band sind auch Matt McLaren und Ann Schattle mit dabei. Mehr gibt es eigentlich nicht über Barnacled zu berichten, deshalb hören wir uns jetzt noch den Song "Stay Positive" 2002 von The Streets an, das ist ein Projekt des englischen Sängers bzw. Rappers und Multi-Instrumentalisten Mike Skinner. Der Song ist auf dem bei Locked On Records erschienenen Debütalbum "Original Pirate Material" von The Streets zu finden. Zuletzt erschien von The Streets 2023 bei 679 Records, einem Unterlabel der Warner Music Group, das Album "The Darker The Shadow The Brighter The Light". Okay, und zum Abschluss noch eine Buchempfehlung, "Pusztagold" von Clara Heinrich, es ist 2025 beim AKI-Verlag in Zürich erschienen. Als ich ein Kind war, dachte ich, dass die Landschaft hier Puszta heißt, weil der Wind so stark pustet. Der Wind, der durch die Steppe fegt, kein Wald, der ihn aufhält. Diese Landschaft befindet sich im Burgenland, wo Clara Heinrich lebt und die Marktgärtnerei Clarence Gärten betreibt. Das Buch erzählt schlicht und einfach Leben, nicht mehr und nicht weniger. Dazwischen komme ich aber auch an unsern neu gesetzten Bäumen vorbei, die schmal und dünn im Wind zittern, in den zu heißen, trockenen Sommern noch auf Bewässerung angewiesen. Ja, und dann zählt Clara Heinrich alle diese neu gesetzten Bäume auf, yeah, ich liebe Listen. Hainbuche Feldulme Linde Esche Bergahorn Walnuss Mandel Apfelbäume Marillenbäume Birnbäume Zwetschkenbäume Kirschbäume Mirabellenbäume, hier: Kriecherl. Das Buch endet mit den Sätzen: Wenigstens der Zicksee hat wieder Wasser, oder?, frage ich. Nur wie lange, ist die Frage, sagt die Oma. Ilse und ich haben 2025 einen Ausflug zum Zicksee gemacht und ja, er hat wieder Wasser, obwohl die Rutsche des Strandbades nicht mehr bis zum See reicht. Die Ängste der Oma von Clara Heinrich sind durchaus gerechtfertigt. Okay, lest dieses schöne Buch. Ich schaffe es nur selten, ein Buch zur Hand zu nehmen, weil ich andauernd denke, dass es wichtigere Dinge zu erledigen gibt. Und auf Seite 139 schreibt Clara Heinrich: Es gibt eigentlich nichts, was mich nicht überfordert, sage ich zu A. A. ist ihr kranker Partner, er leidet an ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom). Ja, auch dieses Buch sollte in keiner Popsammlung fehlen.

12.06.2026