Kimmo Pohjonen: "Loska" (2002)


Future Jazz, yeah. Kimmo Pohjonen wurde 1964 in Viiala, Finnland geboren und studierte Klassische Musik in Helsinki. Er begann aber schon während seines Studiums mit Formen von Volksmusik, Pop und Techno zu experimentieren. Die erste Band in der er mitwirkte war Toni Rossi & Sinitaivas, die von 1990 bis 1994 insgesamt 3 Alben veröffentlichte und aus den Musikern Toni Rossi alias Timo Kipahti (Vocals), Kari Kukkola (Guitar), Kimmo Pohjonen (Accordion, Harmonica, Kalimba, Backing Vocals), Kimmo Lehtola (Bass, Backing Vocals) und Pete Parkkonen (Drums, Percussion) bestand. Ab 1992 bildete Kimmo Pohjonen mit Arto Järvelä (Vocals, Violin, Mandolin, Nyckelharpa) das Folkduo Pinnin Pojat, mit dem er bis 1996 ebenfalls 3 Alben veröffentlichte, beim dritten Album wirkte noch der Sänger Erkki Rankaviita mit. Im Jahr 1992 gründete Kimmo Pohjonen mit Petri Hakala (Mandocello, Mandolin, Guitar), Kurt Lindblad (Flute, Whistle, Bagpipes, Clarinet) und Kari Reiman (Fiddle) die Band Ottopasuuna, die finnische Volksmusik mit us-amerikanischem Bluegrass verschmolz. Ottopasuuna verwirklichten 2 Alben. Ende der 90er Jahre war Kimmo Pohjonen dann mit der Art-Pop-Band Ismo Alanko Säätiö in der Popwelt unterwegs und 1999 veröffentlichte er bei Rockadillo Records sein erstes Soloalbum "Kielo". Bisher sind noch die beiden Soloalben "Kluster" 2002, wo sich auch der Song "Loska" befindet, und "Sensitive Skin" 2015 erschienen. Meistens arbeitet Kimmo Pohjonen mit anderen Musiker*innen wie Eric Echampard, Samuli Kosminen, Heikki Laitinen oder dem Kronos Quartet zusammen. Mit der Band KTU veröffentlichte er die beiden Alben "8 Armed Monkey" 2005 und "Quiver" 2009, KTU waren Kimmo Pohjonen, Pat Mastelotto (Electronics, Beats, Noises, Drums), Trey Gunn (Guitar) und Samuli Kosminen (Sampler, Beats, Noises). Zuletzt erschien 2022 bei Svart Records das Album "Voice Of Northern Lowland" unter dem Namen Pohjonen Alanko, das sind Kimmo Pohjonen, Ismo Alanko (Vocals, Guitar) und Tuomas Norvio (Electronics). Das Hauptinstrument von Kimmo Pohjonen ist das Akkordeon, dessen Klangspektrum er durch den Einsatz elektronischer Effekte und Samples erweitert. Der Regisseur Kimmo Koskela hat unter dem Titel "Soundbreaker" 2012 die Biografie von Kimmo Pohjonen verfilmt. Kimmo Pohjonen: Folk is my framework. It was the music I was playing before starting composing and I played it for around 20 years. So I always try to keep folk in my mind when I compose and I always look at folk music for inspiration. Of course you can always change your clothes. For example, I'm recently looking towards electronic music. However, folk is always there. At the moment I'm creating a new instrument which I called accordion-organ. I sampled a church organ and I use those samples with my accordion. So the sound is going wider and wider all the time and that's a big difference from my old sound. I'm really really excited about this, because what is coming out already sounds really cool. Manchmal wird Kimmo Pohjonen als Jimi Hendrix of the accordion bezeichnet, was er selbst aber nicht so cool findet. Hört euch auch den Song "Incidences / Résonances" 1978 von Bernard Parmegiani an, das war ein französischer Komponist elektroakustischer Musik, er starb 2013 im Alter von 86 Jahren in Paris.

23.02.2026