Lázaro Ros & Olorun: "Cantos Iyesa" (2001)


Afro-Cuban Pop, yeah. Lázaro Ros wurde 1925 in Havana, Kuba geboren, wo er 2005 im Alter von 80 Jahren starb. Mit 13 Jahren wurde er Sänger, er sang hauptsächlich bei religiösen Festen. Lázaro Ros gehörte der Yoruba Religion an, eine Variante der Voodoo Religion, die ihren Ursprung in Nigeria, Afrika hat. Nach der Revolution 1959 gründete er das Ensemble Conjunto Folklórico Nacional de Cuba und arbeitete beim Cuban Institute of Ethnology and Folklore. Das Ensemble Conjunto Folklórico Nacional de Cuba bestand aus Lázaro Ros (Vocals), Felipe Alfonso (Vocals), Zenaida Armenteros (Vocals), Carlos Aldama (Batá), Mario Jauregui (Batá) und Ramiro Hernández (Batá). Die Batá-Trommeln sind sehr eng mit der Mythologie der Yoruba verbunden. Die Yoruba glauben, dass diese Trommeln Gefäße des göttlichen Geheimnisses "añá" sind. Das Ensemble veröffentlichte 1996 bei Bembe Records das Album "Música Yoruba". Bekannt wurde Lázaro Ros aber mit der Band Olorun, die sich nach der gleichnamigen Gottheit der Yoruba Religion benannte. Olorun ist Schöpfer*in der universellen Lebensenergie Ashé und der Orishas, das sind Götter, die sich durch Nähe und Vertrautheit mit den Menschen auszeichnen und sich durch Trancezustände offenbaren. Das erste Album "Olorun-1" erschien 1990 beim Label Areito. Die Grupo Olorun bestand bis 2002. Bei Intuition Records veröffentlichte Lázaro Ros 1992 das Album "Cantos" mit der Band Mezcla, das war eine Latin Jazzband unter der Leitung von Pablo Menéndez. Der Song "Cantos Iyesa" ist auf dem 2001 bei Ashé Records erschienenen Album "Songs For Eleguá" und auf der 2013 beim Label World Music Network erschienenen Compilation "The Rough Guide To Voodoo" zu finden. Auf diesem Sampler ist auch das Ensemble Conjunto Folklórico Nacional de Cuba mit dem Song "Yemaya" vertreten. Auch die 1881 im Alter von 87 Jahren verstorbene Voodoopriesterin Marie Laveau aus New Orleans wird darauf besungen, yeah, von Dr. John alias Mac Rebennack und von Craig Klein & John Boutté. Bereits in den 50er Jahren besang Oscar 'Papa' Celestin Marie Laveau in seinem gleichnamigen Song. Now there lived a conjure-lady, not long ago / In New Orleans, Louisiana - named Marie Laveau / Believe it or not, strange as it seem / She made her fortune selling voodoo, and interpreting dreams / She was known throughout the nation as the Voodoo Queen / Folks come to her, from miles and miles around / She sure know how to put that, that voodoo down. Weitere Songs über Marie Laveau gibts von Redbone, Canned Heat, Dr. Hook & The Medicine Show, The Holy Modal Rounders oder Trombone Shorty alias Troy Andrews. Zwei Neffen von Marie Laveaux wurden als Jazzmusiker bekannt, der Banjospieler Raymond Glapion und der Bassist Alcide 'Slow Drag' Pavageau. Okay, das Schlusswort lassen wir diesmal die us-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Pearl Bailey sprechen: I don't like to say that my kitchen is a religious place, but I would say that if I were a voodoo priestess, I would conduct my rituals there.

29.12.2025