St. Thomas: "The Railroad" (2002) |
St. Thomas war der Künstlername des norwegischen Musikers Thomas Hansen, der 1976 in Oslo geboren wurde. In seiner Jugend war Thomas Hansen Fußballer beim Verein Skeid Oslo, beendete aber die Fußballerlaufbahn, als er in der zweiten Hälfte der 90er Jahre mit Freunden die kurzlebige Band Emily Lang gründete. Das französische Label Darjeeling Sounds veröffentlichte dann 1999 sein erstes Soloalbum "Surfer's Morning". Indie Folk, yeah. St. Thomas unterschrieb nach "Surfer's Morning" beim norwegischen Label Racing Junior, wo die Alben "Mysterious Walks" 2000, "I'm Coming Home" 2001, "Hey Harmony" 2002, "Let's Grow Together (The Comeback Of St. Thomas)" 2004 und "Children Of The New Brigade" 2005 erschienen. Der Song "The Railroad" ist eine Version des Songs "Working On The Railroad" von Lee Hazlewood und ist auf dem 2002 bei City Slang erschienenen Tributealbum "Total Lee! The Songs Of Lee Hazlewood" zu finden. Working on the railroad all day long / Working on the railroad sing this song / Sing about an old love I once knew / Sing about an old love maybe two / Working on the railroad / Working on the railroad / Work... work... working on the... railroad. Im Jahr 2002 trat St. Thomas als Support für Lambchop in der Royal Albert Hall in London auf und war somit der erste Norweger, dem diese Ehre zuteil wurde. Nach Veröffentlichung seines Albums "Let's Grow Together (The Comeback Of St. Thomas)" sprach er in Interviews offen über seine Angststörung und die damit verbundenen Alkoholprobleme. Bei Make My Day Records erschien 2006 das letzte Album "There's Only One Of Me" von St. Thomas. St. Thomas starb 2007 im Alter von 31 Jahren, als Todesursache gilt ein unglücklicher Medikamentenmix. Unterstützt wurde St. Thomas auf seinem letzten Album von den Musikern Petter Pogo alias Petter Taranger (Bass) und Alexander Lindbäck (Drums). St. Thomas ist der Schutzpatron der Bau- und Zimmerleute, nein, nicht Thomas Hansen, sondern der Heilige Thomas, also der Apostel Thomas. When I die and you bury me / Alongside the tracks where I want to be / Don't you cry friend just remember this / There ain't much you all 'body miss / Working on the railroad / Working on the railroad / Work... work... working on the... railroad. St. Thomas war nicht der einzige Heilige in der Popwelt, spontan fallen mir da noch die australische Band The Saints ein oder St. Vincent alias Annie Clark. Yeah! St. Vincent alias Vinzenz von Valencia ist der Schutzpatron der Holzfäller, Seeleute, Dachdecker und Töpfer, außerdem gilt er als Patron des Federviehs und der Kaffeehäuser. Oho, es gab noch einen zweiten St. Vincent, Vincent de Paul, er ist u.a. Schutzpatron der Gefangenen, Waisen, Findelkinder und Krankenhäuser, außerdem hilft er beim Wiederfinden verlorener Dinge. Naja, der Musiker St. Thomas wird höchstwahrscheinlich nicht heilig gesprochen werden, obwohl die Liste der Heiligen lang ist. Der erste im Alphabet ist Aaron von Caerleon und der letzte Huldrych Zwingli. Yeah, es gibt auch 2 Heilige Friedrich, Friedrich von Mariengaarde und Friedrich von Utrecht. Die Voraussetzungen für eine Heiligsprechung sind das Erleiden des Martyriums oder der Nachweis eines heroischen Tugendgrads des Betreffenden. Bei Kandidat*innen, die keine Märtyrer*innen waren, wird zudem der Nachweis eines Wunders gefordert. Egal. Die Popwelt benötigt weder Heilige noch Held*innen, Wunder können aber ganz hilfreich sein. Hört euch ein bisschen bei St. Thomas um, ja, und hört euch auch den tollen Song "Dalai Lama" 1987 von Alex Chilton an, St. Alex, yeah. Good night! 15.03.2026 |