Violent Femmes: "Children Of The Revolution" (1986)


Die Rockabilly-Punks Violent Femmes hatten wir auch schon mal. "Children Of The Revolution" ist ein T.Rex-Cover, yeah, ein tolles T.Rex-Cover. T.Rex hatten 1972 einen Hit mit "Children Of The Revolution", ja, und nicht nur mit "Children Of The Revolution", sondern auch mit den Songs "Telegram Sam" und "Metal Guru". Weitere 72er-Lieblingshits von mir waren "Sylvia’s Mother" von Doctor Hook & The Medicine Show, "Mama Weer All Crazee Now" von Slade und "Whiskey In The Jar" von Thin Lizzy, wow, und Paul McCartney war mit "Give Ireland Back To The Irish" auch ganz gut unterwegs. Außer der Originalversion von T.Rex und der Version von den Violent Femmes habe ich noch Versionen des Songs "Children Of The Revolution" von Arto Lindsay & Marc Ribot 1998 und der Band 20th Century Boys 2004 in meiner Popsammlung. Die Femmes-Version ist auf ihrem Album "The Blind Leading The Naked" 1986 zu finden, das 1990 bei Slash Records als CD wiederveröffentlicht wurde. Sie wurde 1986 auch als Single veröffentlicht, mit dem Song "Heartache" als B-Side. Die Band bestand damals aus Gordon Gano (Vocals, Guitar), Brian Ritchie (Bass, Guitar) und Victor DeLorenzo (Drums, Percussion) und wurde bei "Children Of The Revolution" noch von Fred Frith (Guitar), Jerry Harrison (Keyboards, Guitar), Junior Bradley (Keyboards), Steve Scales (Percussion) und den Backgroundsängerinnen Arlene Holmes, Connie Blomberg, Lovelace Redmond und Shirley Simms tatkräftig unterstützt. Hit hatten die Violent Femmes keinen damit, naja, in Australien schafften sie es zumindest auf Platz 54. Die kommerziell erfolgreichsten Songs der Band waren "Nightmares" 1989, "American Music" 1991 und "Breakin’ Up" 1994. Ich habe von den Violent Femmes die Alben "Violent Femmes" 1983, "The Blind Leading The Naked" 1986 und "Why Do Birds Sing?" 1991 sowie die Compilation "Add It Up" 1993 in meine Popsammlung aufgenommen. Die Femmes-Version des Songs "Do You Really Want To Hurt Me?" auf dem Album "Why Do Birds Sing?" ist ebenfall sehr gut gelungen, das Original war 1982 ein großer Hit für Boy George und seinem Culture Club. War damals auch in Österreich Platz 1. Boy George alias George Alan O’Dowd war einfach sehr sehr liebenswert. Gordon Gano: I don’t think I’m nostalgic at all. Some people tell me that they think back to times when they were in their teens and involved in a certain scene and that was the best time in their life. I don’t feel like that about any time of my life. Hopefully it’s now. Hopefully it starts tomorrow. Die österreichische Hitparade spielte zwar nie eine Rolle in meiner musikalischen Entwicklung, aber manchmal fand auch durchaus Hörenswertes in ihr Platz, 1986 waren das zum Beispiel Songs wie "Road To Nowhere" von den Talking Heads, "Slave To The Rhythm" von Grace Jones, "West End Girls" von den Pet Shop Boys, "Kiss" von Prince oder "Sledgehammer" von Peter Gabriel. Anfang der 70er Jahre hörte ich die großen 10 von Ö3 noch öfters, da gabs viel Glam und Glitter mit The Sweet, Slade, T.Rex, Suzie Quatro oder den Sparks. Suzi Quatro: I never, ever saw myself as glam because I didn’t wear makeup... my image is a plain leather jumpsuit, which is not glam at all. I’ve always seen myself as rock n’ roll and not glam. Oho, oho. Didi Neidhardt: Während Rock quasi noch auf Wilhelm Reich eingeschworen war (Entfesselung der Triebe), brachte Glam schon all das ins Spiel, was später bei Michel Foucault und Judith Butler genauer nachgelesen werden konnte (Triebe als Konstrukte). Und das kam nicht immer gut an. Selbst im Pausenhof wurde über diese 'Mädchenmusik' hergezogen. Oho, oho. Aber wir Mädchen waren verdammt stolz auf unsere Musik. Ein bisschen David Bowie, Roxy Music oder Cockney Rebel gabs natürlich auch auf Ö3, einmal wurde sogar "Seven Deadly Finns" 1974 von Brian Eno vorgestellt. Okay, hört euch die Violent Femmes an, die sind zwar nicht wirklich Glam, aber ein bisserl Rock'n'Roll und Entfesselung der Triebe kann auch nicht schaden. Yeah! Die Violent Femmes sind noch immer aktiv, zuletzt erschien von ihnen 2019 das Album "Hotel Last Resort" beim eigenen Label Add It Up Productions. Die aktuelle Besetzung lautet Gordon Gano, Brian Ritchie und John Sparrow (Drums, Percussion, Vocals).

15.11.2021